Chronik 2025

Das Jahr im Überblick:
  • Wahlen: Borgentreich bleibt CDU-Hochburg und Nicolas Aisch Bürgermeister
  • Jubiläen: 25 Jahre Bördetheater, 50 Jahre Hallenbad, 50 Jahre Stadt Borgentreich
  • Ruhestand: Pastor Werner Lütkefend verlässt nach 25 Jahren die Orgelstadt
  • Erinnerung: Ostern 1945 wird Borgentreich zerstört
  • Neue Hausärztin: Christina Duurland übernimmt Praxis Wölfle
  • Großalarm: Reizgas in der Sekundarschule versprüht
  • Ärger: Scheunen-Indoor-Rollsport-Spot offenbar illegal 

 

Politik  &  Gesellschaft

 

Januar 2025

 

"Erhebt eure Stimme! Für Kinderrechte" – unter diesem Motto steht die Sternsingeraktion 2025. In Borgentreich ziehen 35 Mädchen und Jungen von Haus zu Haus und sammelten Spenden.
"Erhebt eure Stimme! Für Kinderrechte" – unter diesem Motto steht die Sternsingeraktion 2025. In Borgentreich ziehen 35 Mädchen und Jungen von Haus zu Haus und sammelten Spenden.

Feuerwehr: Fehlalarme und neue Einsatzfahrzeuge

Die Orgelstadt hat 1,07 Millionen Euro investiert und die Feuerwehr aufgerüstet. Der Löschzug Borgentreich kann gleich zwei neue hochmoderne Einsatzfahrzeuge in Betrieb nehmen – ein sogenanntes Löschgruppenfahrzeug und ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug. Zur Ausstattung gehören ein 2500-Liter-Wassertank sowie eine leistungsstarke Kreiselpumpe, ein faltbarer 10.000-Liter-Wassertank, ein Hochleistungslüfter, Sprungpolster oder ein Schornstein-Werkzeugsatz, eine Seilwinde und ein hydraulischer Rettungssatz zur Bergung von Verletzten aus Unfallfahrzeugen. Ein 25 Jahre altes Löschfahrzeug aus Borgentreich wechselt dafür nach Körbecke, ein anderes wird verkauft.

2024 hatte der Löschzug Borgentreich insgesamt 60 Einsätze. Die Ehrenamtlichen leisteten dabei knapp 2.800 Stunden für die Sicherheit der Bevölkerung. Aus dem aktiven Dienst verabschiedet wurde bei der Jahreshauptversammlung Johannes Band. Der ehemalige Stadtbrandmeister war 1976 in die Feuerwehr eingetreten und fungierte von 1991 bis 2013 als Wehrführer.

Zu schaffen macht der Feuerwehr eine Serie von mutwillig ausgelösten Fehlalarmen in der ZUE. Allein in diesem Monat musste der Löschzug fünfmal nachts ausrücken – jedes Mal für nichts und wieder nichts.

 

Freuen sich über neue Einsatzfahrzeuge (von links): David Bartoldus, Ingo Conze, Christopher Brand, Daniel Bartoldus und Erwin Luft.
Freuen sich über neue Einsatzfahrzeuge (von links): David Bartoldus, Ingo Conze, Christopher Brand, Daniel Bartoldus und Erwin Luft.

 

Als erste Flüchtlingsunterkunft im Regierungsbezirk Detmold wird in der ZUE Borgentreich die sogenannte Bezahlkarte eingeführt. Mit der Karte können Geflüchtete ihre Einkäufe bezahlen und maximal 50 Euro pro Monat bar abheben.

 

Weil die Kernstadt wächst und gleichzeitig die Bevölkerungszahl in den Stadtteilen schrumpft, werden für die Kommunalwahl am 14. September die Wahlbezirke neu zugeschnitten. Die Wahlberechtigten des Neubaugebiets Burgfeld bilden einen gemeinsamen Wahlbezirk mit Rösebeck.

  


Februar 2025

 

Der Rat gibt grünes Licht für den Bau des zweiten Jahrgangshauses der Grundschule. Es soll rund 2,5 Millionen Euro kosten. Die Stadt hofft auf Zuschüsse von 2,2 Millionen Euro und möchte in den Sommerferien mit dem Bau beginnen. Das 2021 fertiggestellte erste Jahrgangshaus hat 2,8 Millionen Euro gekostet.

 

Gegen den Widerstand vieler Bürger will die Stadt nach einem Ratsbeschluss mit knapper Mehrheit städtische Flächen in der Nähe des Manroder Sportplatzes für den Bau von zwei Windkraftanlagen freigeben. Die Kommune hofft auf jährliche Einnahmen von 250.000 Euro.

 

Die Alternative für Deutschland (AfD) gründet auch in Borgentreich einen Stadtverband. Vorsitzender ist Sören Scholand aus Großeneder. Zur Kommunalwahl im September will die rechtspopulistische Partei alle 13 Wahlbezirke mit eigenen Kandidaten besetzen.

 

Der erst 2017 für rund 170.000 Euro auf den vermeintlich aktuellen Stand der Technik gebrachte und renovierte große Sitzungssaal im Rathaus entspricht nicht den aktuellen Brandschutzvorgaben. Das Rathaus stammt aus dem Jahr 1970. Der Kreis verlangt eine brandschutztechnische Nachbesserung. Die Kosten dürften sich auf ca. 100.000 Euro belaufen. Ratssitzungen finden bis auf weiteres deshalb in der Aula der Sekundarschule statt. 

 

Die Orgelstadt bleibt eine CDU-Hochburg

Deutlich besser als bundesweit schneidet in der Orgelstadt die CDU ab. Auffällig: Im Wahlbezirk Borgentreich West kommt die rechtspopulistische AfD auf 23,8 Prozent.


 

Auch drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine beten die Borgentreicher weiter unverdrossen für den Frieden. Jeden Montag treffen sich engagierte Christen auf dem Lehmberg. Unmittelbar nach Kriegsbeginn am 28. Februar 2022 fand das erste Friedensgebet statt. Erich Bannenberg läutet dazu stets die Glocke der Apolloniakapelle. 

 


März 2025

 

Die Orgelstadt rutscht immer tiefer in die roten Zahlen. Der vom Rat mit großer Mehrheit verabschiedete Haushaltsplan 2025 weist ein Defizit von 2,9 Millionen Euro auf. Kalkulierten Einnahmen von 21,9 Millionen stehen geschätzte Ausgaben von 24,8 Millionen gegenüber. Allein die Personalkosten belaufen sich auf 7,7 Millionen Euro. Die städtische Schuldenlast steigt auf 27,5 Millionen. Das sind 3.185 Euro pro Einwohner. In Zukunft hofft die Stadt auf jährliche Einnahmen von etwa zwei Millionen Euro aus der Windkraft. Nur die Grünen stimmen gegen den Etatentwurf von Kämmerer Christof Derenthal.

 

Die Bürgerwindpark Borgentreich GmbH und Co. KG will rund um die Kernstadt 21 Windkraftanlagen mit bis zu 250 Metern Höhe errichten. Die Genehmigung durch den Kreis Höxter liegt bereits vor. Um die Akzeptanz in der Bevölkerung zu erhöhen, kündigt die Gesellschaft an, jährlich ein Prozent des Umsatzes – rund 200.000 Euro – für gemeinnützige Zwecke zur Verfügung zu stellen. Das Geld soll in eine von der Stadt zu gründende Bürgerstiftung fließen. 

 


April 2025

 

Im Bördetheater geht's seit 25 Jahren lustig zu

Der Name ist Programm: Beim Lustigen Bördetheater geht's stets fröhlich zu. Schenkelklopfer begeistern das Publikum.
Der Name ist Programm: Beim Lustigen Bördetheater geht's stets fröhlich zu. Schenkelklopfer begeistern das Publikum.

Mit dem Stück „(K)ein Grund zum Feiern“ unter der routinierten Regie von Birgit Conze begeistert das Lustige Bördetheater einmal mehr das Publikum – und das im Jubiläumsjahr. In den 1970er Jahren geht es los mit dem Theater in Borgentreich. 1982 schläft die Gruppe ein, wird aber im Jahr 2000, also vor genau einem Vierteljahrhundert, reaktiviert. Mit der aktuellen Darstellung, die von der Entstehung eines Historienstücks bis zur Premierenvorstellung handelt, gewährt das Ensemble gewissermaßen einen Blick hinter die Kulissen – gewohnt klamaukig, aber unterhaltsam. Die Schützenhalle ist an beiden Abenden voll besetzt.

Theater in der Orgelstadt ist auch kein Selbstzweck, sondern kommt stets der Allgemeinheit zugute. Aus dem Erlös der Vorjahresvorstellungen überreicht Birgit Conze jeweils 500 Euro an die DLRG-Ortsgruppe Natzungen sowie an das Kinderturnen und -tanzen des VfR Borgentreich.

 

Ende April schließt das Hallenbad, vier Wochen später öffnet das Freibad. Das Hallenbad verzeichnet in der Saison 2024/24 genau 13.888 Besucher. Im Vorjahr waren es 14.450 – ein Rückgang um 3,9 Prozent.

 

Erinnerung an den Angriff auf Borgentreich Ostern 1945

Mit einer Feierstunde am Ehrenmal gedenken Borgentreicher Vereine und Bürger des Kriegsendes. So etwas dürfe sich niemals wiederholen, mahnen Ortsvorsteher Werner Dürdoth (2. von rechts) und der Journalist Hubertus Hartmann (rechts). Foto: Friedhelm Gocke
Mit einer Feierstunde am Ehrenmal gedenken Borgentreicher Vereine und Bürger des Kriegsendes. So etwas dürfe sich niemals wiederholen, mahnen Ortsvorsteher Werner Dürdoth (2. von rechts) und der Journalist Hubertus Hartmann (rechts). Foto: Friedhelm Gocke

Am 1. April 1945 zerstören amerikanische Phorsphorgranaten große Teile Borgentreichs. An diesem Ostersonntag vor 80 Jahren sterben mindestens neun Menschen, 113 Wohnhäuser und 284 Wirtschaftsgebäude – gut ein Drittel der Stadt – werden ein Raub der Flammen oder schwer beschädigt. Fünf Wochen später ist der Krieg zu ende.

Bei einer Gedenkfeier am Ehrenmal auf dem Lehmberg mahnen Ortsvorsteher Werner Dürdoth und der Journalist und Ortschronist Hubertus Hartmann, dass sich so etwas niemals wiederholen dürfe. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung legen Schützen einen Kranz nieder, die Ehrenformation der Feuerwehr steht Spalier, und der Musikverein intoniert das Deutschlandlied.

„Es sind nur noch wenige unter uns, die die letzten Kriegswochen in Borgentreich persönlich miterlebt haben. Umso wichtiger ist es, dass diese letzten Zeitzeugen der nachfolgenden Generation eindringlich klarmachen, wohin Nationalismus, blinder Gehorsam und Wegducken führen“, betont Hartmann in seiner Ansprache.

Wir hätten uns der Illusion hingegeben, dass kriegerische Auseinandersetzungen endgültig der Vergangenheit angehören. Doch schmerzlich belehre uns die Gegenwart eines Besseren. In vielen Ländern der Welt hielten inzwischen Rechtspopulisten, Nationalisten und Diktatoren, Egomanen und Narzissten die Schalthebel der Macht in ihren Händen und setzten die Demokratie außer Kraft. „Moralische Werte und ethische Grundsätze drohen in der Bedeutungslosigkeit zu versinken“, beklagt Hartmann.

Dieser Entwicklung dürften wir alle nicht tatenlos zusehen. „Jeder Einzelne von uns, die wir hier versammelt sind und damit zeigen, dass uns die Zukunft nicht gleichgültig ist, muss seine Stimme erheben“, fordert der Journalist die Teilnehmer der Gedenkstunde zur Wachsamkeit auf. „Zusammen sind wir viele.“

Wachsamkeit beginne vor Ort. Schon bei der nächsten Kommunalwahl im September könne jeder mit seinem Kreuz auf dem Stimmzettel mitentscheiden, „ob möglicherweise historische Tatsachen-Verdreher, NS-Verharmloser oder Putin-Freunde in unserer Orgelstadt politisches Gewicht bekommen“.

 

Mit einem souveränen 6:1-Sieg beim TSC Steinheim krönt die 1. Mannschaft des VfR eine überragende Saison.  Bereits fünf Spiele vor Saisonende macht das Team nach dem Abstieg 2024 den direkten Wiederaufstieg in die Bezirksliga perfekt. Nach dem Abpfiff kennt der Jubel keine Grenzen, und die mitgereisten Fans feiern gemeinsam mit dem Team die A-Liga-Meisterschaft. 


 

Mai 2025

 

Uwe Kohlbrock (links) und Klaus Jürgens sind die Initiatoren der Borgentreicher Stolperstein-Aktion. Foto: Andzelika Kassan
Uwe Kohlbrock (links) und Klaus Jürgens sind die Initiatoren der Borgentreicher Stolperstein-Aktion. Foto: Andzelika Kassan

Acht weitere Stolpersteine werden in Borgentreich verlegt. Sie erinnern das Schicksal der Familien Rosenstein und Königheim während der NS-Diktatur. Bereits im vergangenen Jahr hatte der Künstler Gunter Demnig in der Orgelstadt zwölf Stolpersteine verlegt. Die Aktion geht auf die Initiative von Klaus Jürgens und Uwe Kohlbrock zurück. Sie haben in monatlanger  Recherchearbeit den Lebensweg ehemaliger Borgentreicher Juden erforscht und dokumentiert. Die Pflege der mit Messingplaketten versehen Stolpersteine übernehmen Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule. 


Juni 2025

 

Stefan Kremper und Lea Koch regieren beim Schützenfest in Borgentreich. Der König ist 27 Jahre alt und Fachschullehrer, seine Königin 23 und Sozialpädagogin.

Besonderheit am Rande: Jugendprinz ist der 19-jährige Amerikaner Alex Dudash. Der junge US-Bürger aus Georgia lebt für ein Jahr als Austauschschüler in der Familie von Ursula und Franz Bußmann.

Ein Paar aus der Orgelstadt besteigt auch in Hohenwepel  den Königsthron: Magnus und Carolin Berlage vom Emmerkehof heißen die Regenten 2025 in dem Warburger Stadtteil.

 

Für das Familienforum konstituiert sich ein Förderverein. Die Mitglieder wollen die Einrichtung ideell und finanziell unterstützen.

 

 Die Veteranen-Kameradschaft Warburger Land organisiert in Borgentreich den ersten kreisweiten Veteranentag. In einer Podiumsdiskussion debattieren Militärs und Politiker über die Bedrohungslage der Welt, den Ukraine-Krieg und die Wehrfähigkeit Deutschlands.

 

Nachhaltigkeit, Umweltbewusstsein Vielfältigkeit und Respekt vor anderen Kulturen sind schon lange feste Bestandteile im Unterricht und im Schulalltag. Das soll künftig auch im Namen kenntlich sein. Aus der Sekundarschule Warburg mit Teilstandort Borgentreich wird die „Erd-Charta-Schule, Städtische Sekundarschule Warburg mit Teilstandort Borgentreich“

 


Juli 2025

 

Christina Duurland übernimmt die Hausarztpraxis Dr. Wölfle

Christina Duurland wird Nachfolgerin von Dr. Gerhard Wölfle.
Christina Duurland wird Nachfolgerin von Dr. Gerhard Wölfle.

Während Dr. Monika und Dr. Adolf Sadhoff für ihre Praxis keinen Nachfolger gefunden haben, ist der Fortbestand der zweiten Borgentreicher Hausarztpraxis gesichert. Christina Duurland übernimmt am 1. Juli die Praxis von Dr. Gerhard Wölfle.

Die 1969 geborene Medizinerin erlangte 2001 ihre Approbation und durchlief als Assistenzärztin die Fachbereiche innere Medizin, Geriatrie, Chirurgie, Gynäkologie und wurde 2007 Fachärztin für Allgemeinmedizin. Vor ihrem Wechsel in die Orgelstadt war sie 18 Jahre lang in einer Gemeinschaftspraxis mit Dr. Rupert Lessmann in Warburg tätig. Ein Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Behandlung von Säuglingen, Kindern und Jugendlichen inklusive der U-Untersuchungen. 

Dr. Wölfle wird, bevor er sich nach 31-jähriger Hausarzttätigkeit in Borgentreich mit 66 Jahren in den Ruhestand verabschiedet, vorerst die Praxis mit Christina Duurland gemeinsam führen. Drei Jahre hatte der beliebte Allgemeinmediziner nach einer Nachfolgelösung gesucht. „Vor allem für meine Patientinnen und Patienten freue ich mich, dass es weitergeht“, sagt Wölfle. „Andernfalls hätte ich die Praxis zum Jahresende geschlossen.“ Wölfle hatte die Praxis am 1. Juli 1994 von der Hausärztin Sigrun Strugalla gekauft und im Laufe der Jahre weiter ausgebaut. Er sei auch heute noch gerne Landarzt, weil er den Umgang mit seinen Patienten liebe, betont Wölfle.

Das vierköpfige Praxisteam bleibt Christina Duurland erhalten.

 

Bei der Jubiläumsveranstaltung zeichnet Bürgermeister Nicolas Aisch (rechts) fünf Kommunalpolitiker aus, die durch ihr ehrenamtliches Engagement seit Jahrzehnten die Entwicklung der Orgelstadt entscheidend mit geprägt haben (von links): Konrad Thiele (Großeneder), Franz-Josef Wegener (Borgholz), August Reitemeyer (Drankhausen), Werder Dürdoth und Hubertus Eikenberg (beide Borgentreich). Foto: Elvira Tewes

50 Jahre Stadt Borgentreich

Bürgermeister Nicolas Aisch (rechts) begrüßt zum Stadtjubiläum zwei seiner Vorgänger: Bernhard Willim (links) und Bernhard Temme (Mitte). Fotos: Hubertus Hartmann
Bürgermeister Nicolas Aisch (rechts) begrüßt zum Stadtjubiläum zwei seiner Vorgänger: Bernhard Willim (links) und Bernhard Temme (Mitte). Fotos: Hubertus Hartmann

Die Kommunale Neugliederung macht am 1. Januar 1975 aus zwölf bis dahin selbstständigen Ortschaften die Stadt Borgentreich. Am 1. Januar 2025 jährt sich dieses historische Ereignis zum 50. Mal. Mit einem zweitägigen Festprogramm begeht die Orgelstadt Anfang Juli das Jubiläum. Insgesamt etwa 800 Besucher feiern in der Schützenhalle mit den ehemaligen Borgentreicher Geistlichen Werner Lütkefend und Kristina Ziemssen einen ökumenischen Gottesdienst, vergnügen sich beim Seniorennachmittag, halten Rückschau beim abendlichen Festakt oder haben Spaß beim Familiensonntag.

Bürgermeister Nikolas Aisch blickt in seiner Festansprache auf die Gebietsreform vor einem halben Jahrhundert zurück und hebt die Zukunftsfähigkeit der neu entstandenen Stadt Borgentreich hervor. „Wir sehen heute die Sinnhaftigkeit größerer Zusammenschlüsse, um Wirtschaftlichkeit und Gemeinschaft zu stärken“, betont Aisch.

 

Bei Erdarbeiten für eine neue Windkraftanlage nahe Gut Dinkelburg wird eine über 2000 Jahre alte Siedlung aus der vorrömischen Eisenzeit entdeckt. Archäologen des LWL finden unter anderem zwei Keramikgefäße sowie Spuren von Hauspfosten. Große Teile des Bodendenkmals bleiben erhalten und werden in die Bodendenkmalliste der Stadt Borgentreich aufgenommen.

 

Die Helfergruppe Bürger für Borgentreich (BfB) verlegt vor der Friedhofskapelle und auf mehreren Wegen neues Pflaster. Unter neu gepflanzten Platanen wird eine Sitzgruppe aufgestellt. Damit soll der Friedhof zu einem Ort der Begegnung werden.

 

Die Orgelstadt hat nach der Schließung des Pflegedienstes Arens wieder einen ambulanten Pflegedienst vor Ort. Die Caritas-Pflegestation der Katholischen Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) verlegt ihren Sitz von Warburg nach Borgentreich in das leerstehende evangelische Pfarrhaus. 

 


August 2025

 

Neuer Meilenstein bei der interkommunalen Zusammenarbeit der drei Städte des Altkreises Warburg: Bürgermeister Nicolas Aisch, sein Warburger Kollege Tobias Scherf und Willebadessens Rathauschef Norbert Hofnagel unterzeichnen einen Vertrag für die Entwicklung des gemeinsamen Industrieparks Desenberg an der Ostwestfalenstraße (B252) bei Warburg. 

 


September 2025

 

Kommunalwahl: AfD erstmals im Rat



Alter und neuer Bürgermeister der Orgelstadt ist Nicolas Aisch. Der 44-jährige CDU-Mann aus Eissen setzt sich bei der Kommunalwahl 2025 mit 82,1 Prozent klar gegen den AfD-Herausforderer Sören Scholand (36) aus Großeneder durch, der 17,9 Prozent der Stimmen auf sich vereint. Aisch, der seit 2020 im Amt ist, darf sich über das zweitbeste Ergebnis aller Bürgermeisterkandidaten im Kreis Höxter freuen. Allerdings sind 297 oder 5,82 Prozent der abgegebenen 5.099 Stimmen ungültig – in Ermangelung eines Nein-Kästchens wahrscheinlich bewusst so gemacht.

Bei der Sitzverteilung im Stadtrat wird das Bild etwas bunter. Die CDU geht aus der Ratswahl erneut als Sieger hervor. Sie legt 4,1 Prozentpunkte zu und erringt mit 45,9 Prozent der Wählerstimmen – wie schon 2020 – wieder elf Sitze im Stadtrat. Vor fünf Jahren hatten die Christdemokraten allerdings fünf Sitze verloren und ihre absolute Mehrheit eingebüßt. Trotz des Stimmenzuwachses reicht es für kein zusätzliches Mandat, denn erstmals zieht die AfD ins Kommunalparlament ein. Sie gewinnt mit 10,1 Prozent drei Sitze. Die UWB glänzt mit drei Direktmandaten, legt um 1,7 Prozentpunkte zu und ist mit vier Abgeordneten – einem mehr als vor fünf Jahren – im Rat vertreten. Die SPD ist der größte Wahlverlierer. Sie holt zwar ein Direktmandat, büßt aber mit einem Gesamtstimmenverlust von 7,5 Prozentpunkten zwei Ratssitze ein. Grüne und FDP verlieren jeweils ein Mandat.

Wie schon in der vorherigen Legislaturperiode ist die CDU-Mehrheitspartei bei Abstimmungen weiter auf Unterstützung und Stimmen aus anderen Parteien angewiesen.

Die Wahlbeteiligung liegt bei 72,4 Prozent. 2020 gingen in der Orgelstadt nur 67 Prozent der Wahlberechtigten zur Urne.


83,13 Prozent Zustimmung für Bürgermeister Nicolas Aisch

Nicolas Aisch (CDU)
Nicolas Aisch (CDU)
Sören Scholand (AfD)
Sören Scholand (AfD)


Kuriosum in Lütgeneder

Kuriosum am Rande: Als Borgentreicher SPD-Hochburg entpuppt sich bei dieser Wahl das Landesgolddorf Lütgeneder. Doch ausgerechnet dort schafft Bürgermeister Aisch mit 90,8 Prozent das beste Ergebnis aller 17 Stimmbezirke im Stadtgebiet.

Gleichzeitig gewinnt Sozialdemokrat und Ortsvorsteher Peter Wille mit 77,5 Prozent für seine Partei das einzige Direktmandat. Das zeigt einmal mehr: Gerade Kommunalwahlen sind in starkem Maße auch Persönlichkeitswahlen.

Quelle: Westfalen-Blatt
Quelle: Westfalen-Blatt

Vier Borgentreicher im Kreistag Höxter vertreten

Im Höxteraner Kreistag vertreten die Stadt Borgentreich: Werner Dürdoth und Jan Schumacher (CDU) aus Borgentreich sowie Dr. Marcel Franzmann (SPD) aus Bühne und Valentin Hermann (UWG) aus Muddenhagen. 

Die AfD hat im neuen Kreistag mit sieben Mandaten ebenso viele Sitze wie die SPD. Die insgesamt 48 Sitze verteilen sich auf acht verschiedene Parteien und Wählerinitiativen. Mehrheitspartei bleibt mit 21 Abgeordneten die CDU.

Werner Dürdoth
Werner Dürdoth
Jan Schumacher
Jan Schumacher
Dr. Marcel Franzmann
Dr. Marcel Franzmann
Valentin Hermann
Valentin Hermann





Die Musikverein präsentiert mit einem Abendkonzert sein in eineinhalbjähriger Bauzeit umfassend saniertes und modernisierte Vereinshaus der Öffentlichkeit. Der Proberaum ist jetzt deutlich größer und hat eine bessere Akustik. Beheizt wird das Gebäude im Osthagen mit einer modernen Wärmepumpe. Spenden von Firmen und Privatpersonen haben den Umbau finanziert.

 

Die Borgentreicher Freibadsaison ist trotz durchwachsenen Wetters sehr gut gelaufen. 16.500 Gäste besuchten von Ende Mai bis Mitte September das Schwimmbad – 2.000 mehr als im Vorjahr. Viele Schwimmer kommen aus Warburg und Umgebung, weil Warburg wegen des Neubaus derzeit kein Freibad hat. Der beste Tag war mit 670 Besuchern der 2. Juli. 175 der regelmäßige Freibadbesucher haben eine Saison- oder Jahreskarte.

 

Prachtvolles Bild dank einer originellen Wette: Die Schützenbruderschaft wettet vor ihrem Herbstball mit der kfd, dass die Frauengemeinschaft es nicht schafft, zum Festball zusätzlich zu den Hofdamen mindestens 80 Frauen in Ballkleidern aufmarschieren zu lassen. Für die feier- und wettfreudigen Borgentreicher Frauen überhaupt kein Problem. Nicht nur die geforderten 80, sondern 104 Damen in festlicher Robe ziehen in die Halle ein. Bilanz der kfd: Wette locker gewonnen, Sekt auf Kosten der Schützen genossen. Foto: Schützenbruderschaft

 

Erzieherinnen, Eltern und Kinder des Familienforums sammeln und ernten auf der städtischen Streuobstwiese im Liebestal in diesem Jahr massenhaft Äpfel. 4.000 Kilo sind es am Ende des Nachmittags. Streuobstwiesenberater Uwe Kohlbrock erklärt den Kinden, dass Streuobstwiesen auch wichtige Lebensräume für Vögel, Insekten und andere Tiere sind, zeigt ihnen, wie Äpfel in Kisten gelagert werden und erklärt verschiedene Apfelsorten. Der neu gegründete Förderverein des Familienforums lässt aus den Äpfeln insgesamt 2.000 Liter Saft pressen. Der wird zugunsten der Einrichtung in Fünfliterboxen verkauft.

 

Kinobetreiber Dohmann beim Bundespräsidenten

Fernsehdetektiv Wilsberg alias Lennard Lansink drückt auf den Auslöser der Handykamera und hält die Begegnung der Borgentreicher Kinobetreiber mit Bundespräsident Steinmeier im Bild fest.
Fernsehdetektiv Wilsberg alias Lennard Lansink drückt auf den Auslöser der Handykamera und hält die Begegnung der Borgentreicher Kinobetreiber mit Bundespräsident Steinmeier im Bild fest.

Große Ehre für ein kleines Landkino: Maria und Rolf Dohmann sind Gäste von Frank-Walter Steinmeier. Der Bundespräsident hatte Kinobetreiber, Produzenten, Autoren, Schauspieler und Filmschaffende aus ganz Deutschland zu einem „Kulturabend Kino“ ins Schloss Bellevue eingeladen. Unter den 75 illustren Gästen – wie Wim Wender oder Doris Dörrie – auch die Betreiber des Borgentreicher Central Kinos. Kino sei nicht nur Unterhaltung, sondern auch Gegenwartsanalyse und Befragung der Zukunft, sagt Steinmeier in seiner Rede. Das Kino sei damit eine öffentliche Angelegenheit und ein wichtiger Ort der Begegnung, wo Menschen zusammenkämen. Der Bundespräsident wörtlich: „Das Kino schafft einen ganz eigenen Resonanzraum, in dem eine Gemeinschaft von Zuschauerinnen und Zuschauern zur selben, miteinander geteilten Zeit von Spannung und Grusel, von Aufregung und Suspense, von Glück und Melancholie, aber auch von Kitsch und Quatsch, von Lachen und Jubel ergriffen wird.“ Familie Dohmann betreibt das Central Kino in Borgentreich bereits seit 70 Jahren. In drei modernen Kinosälen werden stets die aktuellsten Filme präsentiert.

 


Oktober 2025

 

Drei Hubschrauber und etliche Rettungswagen werden im Borgentreicher Schulzentrum zusammengezogen. Fotos: Neue Westfälische
Drei Hubschrauber und etliche Rettungswagen werden im Borgentreicher Schulzentrum zusammengezogen. Fotos: Neue Westfälische

Reizgas in der Schule versprüht

Einsatzort Sekundarschule: Auf der Toilette versprühtes Reizgas hält die Rettungskräfte in Atem.
Einsatzort Sekundarschule: Auf der Toilette versprühtes Reizgas hält die Rettungskräfte in Atem.

Großeinsatz für Polizei und Rettungskräfte im Borgentreicher Schulzentrum. 40 Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule werden durch auf der Jungentoilette versprühtes Reizgas verletzt. 13 von ihnen klagen über derart starke Beschwerden, dass sie in umliegende Krankenhäuser eingeliefert werden müssen. Dazu kommen mehr als 20 schockierte Jugendliche, die psychologische Betreuung benötigen. Insgesamt sind mehr als 130 Feuerwehrleute, Sanitäter, Notärzte mit 25 Fahrzeugen und Polizeibeamte aus dem gesamte Kreis Höxter und den Nachbarkreisen vor Ort. Sogar drei Rettungshubschrauber aus Kassel, Göttingen und Hannover landen im Schulgelände. Die Einsatzleitung hat Stadtbrandmeister Sebastian Göke. Die Schützenhalle dient als Sammelpunkt der Einsatzkräfte.

Als mutmaßliche Täter ermittelt die Polizei zwei 14-jährige Schüler der Sekundarschule. Neben strafrechtlichen Konsequenzen könnte die Aktion für die Teenager auch beträchtliche finanzielle Folgen haben. Möglicherweise müssen sie die Einsatzkosten von mehreren zehntausend Euro tragen.

Bei der versprühten Substanz, so stellt sich später bei der Analyse heraus, handelt es sich um ein ungiftiges Pfefferspray zur Tierabwehr.

 

Mehr Geld in der Kasse als gedacht – darüber kann sich Stadtkämmerer Christof Derenthal freuen. Bei der Prüfung und offiziellen Feststellung der Jahresabschlüsse 2022 und 2023 stellt sich heraus, dass die Orgelstadt weniger Geld ausgeben musste, als ursprünglich kalkuliert. 2022 bleibt unterm Strich ein Überschuss von 141.000 Euro. 2023 beläuft sich das Defizit auf rund eine halbe Million, gerechnet hatte man bei der Aufstellung des Haushaltsplans mit einem Minus von 1,13 Millionen Euro.

 

Förderverein für die Lourdes-Grotte gegründet

Die Grotte als Ort der Stille und des Innehaltens. Foto: Hubertus Hartmann
Die Grotte als Ort der Stille und des Innehaltens. Foto: Hubertus Hartmann

Die Borgentreicher Lourdes-Grotte ist ein einzigartiges Kleinod in der Warburger Börde, ein Ort der Stille, des Innehaltens, der Dankbarkeit, des Trostes und des Gebets. 1978 erhielt die Grotte den besonderen Segen des Papstes. Ein neu gegründeter Förderverein hat sich den langfristigen Erhalt dieses Kulturdenkmals zum Ziel gesetzt. Vorsitzende ist Anja Kösters.

Von weither kommen Gläubige zur Gottesmutter, hinterlassen auf Tafeln ihre Bitten oder Dankesbotschaften, bringen Blumen und entzünden Kerzen. Früher besuchten vor allem Sinti und Roma, bekanntermaßen große Marienverehrer, die Pilgerstätte. Oft konnte man auf den Parkflächen ganze Wohnwagenkolonien bestaunen.

Entstanden ist die Grotte 1902 auf Initiative des damaligen Borgentreicher Schulleiters Heinrich Fiorentini und dessen Schwester Maria. Sie hatte an einer Lourdes-Wallfahrt nach Frankreich teilgenommen und war derart beeindruckt, dass sie für den Nachbau einer Grotte in ihrer Heimatstadt warb. Bei den Bürgern stieß das Vorhaben auf offene Ohren. In zweijähriger Eigenleistung schufen sie im nicht mehr benötigten stadteigenen Steinbruch dieses Ensemble. Mit über 250 Ackerwagen wurden Vulkansteine aus Lütgeneder herangefahren. Bis heute werden die Anlagen von ehrenamtlichen Helfern gepflegt und in Ordnung gehalten. 

 

Die ZUE speckt ab. Weil der Bedarf geringer geworden ist, stuft die Bezirksregierung die Borgentreicher Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Desenberg-Kaserne von 500 auf 400 Plätze zurück. Zeitweilig war die Einrichtung mit rund 600 Personen sogar überbelegt. Derzeit leben nur etwa 250 Geflüchtete in den früheren Soldatenunterkünften.

 

Die Borgentreicher Friedensgebets-Gemeinschaft schickt auf Initiative von Ute Dohmann-Bannenberg ihren fünften Hilfsgütertransport in die Ukraine. 2.577 Kilo an Spenden, verpackt in 343 Paketen, gehen auf die Reise. Erneut unterstützen verschiedene Firmen, Vereine und Privatpersonen die Aktion. Mehrere Apotheken spenden für die Menschen in dem vom Krieg erschütterten Land dringend benötigte Medikamente.

 

Die vor einem Jahr gegründete "Heinz Schubert Stiftung" schüttet erstmals Erlöse in Höhe von insgesamt 7.000 Euro aus. Fünf heimische Vereine – der Tennisclub, die BSG, der Musikverein, "Wir! So besonders" und der Tischtennis-Club – dürfen sich über eine finanzielle Unterstützung freuen. Im Bild von links: Werner Wiedemeyer (Stiftungsvorstand), Patrick Walter (Tennisclub), Natalia Friesen (Wir! So besonders!), Jürgen Ernst (Stiftungsvorstand), Gisela Lattrich (BSG), Karl-Josef Beine (Tischtennis-Club), Oliver Geilhorn (Musikverein), Wolfgang Otto (Stiftungsvorstand) und Stefan Müller (Musikverein). Foto: Noah Gievers

 

Weber und Eikenberg zu Vize-Bürgermeistern gewählt

Bürgermeister Nicolas Aisch mit seinen Stellvertretern Rafael Weber (links) und Hubertus Eikenberg (rechts).
Bürgermeister Nicolas Aisch mit seinen Stellvertretern Rafael Weber (links) und Hubertus Eikenberg (rechts).

Zwei Monate nach der Kommunalwahl konstituiert sich der neue Rat der Stadt Borgentreich. Bürgermeister Nicolas Aisch legt seinen Amtseid ab. Zu ehrenamtlichen Vertretern des hauptamtlichen Stadtoberhaupts werden Rafael Weber (CDU) aus Rösebeck und Hubertus Eikenberg (SPD) aus Borgentreich gewählt. Ortsvorsteher der Kernstadt bleibt Werner Düdoth.

 

Was macht ein Ziegenbock beim Fassanstich? Natürlich Bockbier trinken. Stilecht eröffnet die Warburger Brauerei in der Borgentreicher Gaststätte Dohmann die Bockbiersaison. Zur Präsentation des dunklen Bocks gibt es Freibier und den Besuch von Igor. Ziegenbauer Lorenz Sökefeld lässt seinen Zuchtbock das Gebräu auch kosten. Es scheint dem Vierbeiner ebenso zu schmecken wie den rund 100 Gästen. Gastwirt Rolf Dohmann (links im Bild) lädt die Besucher vor der Bierverkostung in sei Kino ein, wo er den preisgekrönten isländischen Film "Sture Böcke" zeigt. Neben Igor haben an der Inszenierung offensichtlich auch die beiden Warburger Brauereichefs Michael (links) und Franz-Axel Kohlschein (rechts) zusammen mit Lorenz Sökefeld ihren Spaß.

 

November 2025

 

Die Roland-Kampfbahn erhält eine neue LED-Futlichtanlage. Sie soll etwa 9.000 kWh an Strom einsparen. Das entspricht dem Durchschnittsverbrauch von drei bis vier Einfamilienhäusern.

 


Zum Jubiläum schwimmen die Besucher bei freiem Eintritt im mit Laserlicht ausgeleuchteten Schwimmbecken. Fotos: Hubertus Hartmann
Zum Jubiläum schwimmen die Besucher bei freiem Eintritt im mit Laserlicht ausgeleuchteten Schwimmbecken. Fotos: Hubertus Hartmann

Hallenbad feiert sein 50-jähriges Bestehen 

Beim Jubiläum im Bild von links: Bürgermeister Nicolas Aisch, Bäder-Betriebsleiterin Pia Heise,die  Schwimmmeister Udo Friesen und Sebastian Mann, Stadtwerkechef Marc Frewer, Azubi Mathis Gutzeit sowie Martin Grone von den Stadtwerken.
Beim Jubiläum im Bild von links: Bürgermeister Nicolas Aisch, Bäder-Betriebsleiterin Pia Heise, die Schwimmmeister Udo Vriesen und Sebastian Mann, Stadtwerkechef Marc Frewer, Azubi Mathis Gutzeit sowie Martin Grone von den Stadtwerken.

50 oder 51 Jahre Hallenbad Borgentreich? Ganz genau weiß man es nicht. Gefeiert wird das Jubiläum jedenfalls in diesem Jahr. Nach offizieller Aktenlage wurde das Bad am 13. Juni 1975 eröffnet. Insider, wie der ehemalige Schwimmmeister Rolf-Dieter Benecke oder Rainer Million als einer der eifrigsten Schwimmer, sind allerdings sicher, dass die Schwimmhalle im Schulzentrum schon mehr als ein Jahr früher, nämlich am 1. Februar 1974, in Betrieb gegangen ist.

Neben Benecke bringen in diesen fünf Jahrzehnten die Schwimmmeister Rainer Schulze, Richard Wilhelms, Dieter Hartmann und Torsten Müller vielen Kindern das Schwimmen bei. Für den Schwimmunterricht sei das Hallenbad unverzichtbar, betont Bürgermeister Nicolas Aisch. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen werde die Stadt alles tun, um den Betrieb des Hallen- und des Freibades mit ständigen Unterhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen auch für die nächsten 50 Jahre sicherzustellen. Aisch dankt sowohl den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch der DLRG Natzungen, deren Aktive immer wieder als Schwimmaufsicht in die Bresche springen, für ihr Engagement.

Zur Jubiläumsfeier stellen die heutige Bäder-Betriebsleiterin Pia Heise und ihr Team ein zweitägiges Programm auf die Beine. Das Schwimmbecken mit seinen drei 25-Meter-Bahnen wird dazu in wechselndes Laserlicht getaucht. Christof Böddeker bietet zudem Schnupper-Trainingseinheiten im Aqua-Cycling an, das sich in der Orgelstadt großer Beliebtheit erfreut.

 

Die Orgelstadt soll fahrradfreundlicher werden. Die Stadt bekommt Förderzusagen für sechs überdachte Module zum Abstellen von jeweils zehn Zweirädern. Auf den Dächern sind Photovoltaikanlagen montiert, die ein kostenloses Laden von E-Bikes ermöglichen. Die Fahrrad-Parkhäuser werden an der neuen Multifunktionshalle, beim Freibad, am Mehrgenerationenplatz, im Schulzentrum, am Rathaus und in Natzungen aufgestellt. Zu den voraussichtlichen Kosten in Höhe von rund 216.000 Euro erhält die Stadt einen Zuschuss von 173.000 Euro.

 

Dezember 2025

 

Junge Familien aus der Kernstadt pflanzen im Liebestal 21 Birnen-, Apfel-, Walnuss- und Pflaumenbäume und bereichern damit die Streuobstwiese..Auch um die Pflege wollen sie sich kümmern. Die Idee für die Neugeborenen- und Familienbäume stammt von Joel Kohlbrock.  Dessen Vater Uwe ist Streuobstwiesenberater für Borgentreich.

 

Der Borgentreicher Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) erhält von der EAM-Stiftung 5.000 Euro. Unter anderem werden aus der Spende Weihnachtswünsche von bedürftigen Kindern erfüllt. Seit 15 Jahren betreibt die AWO in der Orgelstadt eine Lebensmitteltafel, die einmal im Monat für Sozialschwache geöffnet hat.

 

Scheunen-Skatehalle sorgt für Ärger

Eine zuletzt als Rinderstall genutzte alte Scheune unterhalb des Familienforums wird zum Indoor-Rollsport-Spot. Foto: Dirk Lücke
Eine zuletzt als Rinderstall genutzte alte Scheune unterhalb des Familienforums wird zum Indoor-Rollsport-Spot. Foto: Dirk Lücke

Eine offenbar ohne Genehmigung zur Skatehalle umgebaute Scheune mitten in Borgentreich sorgt für Verdruss. Jugendliche des Vereins „Rollkultur“ haben zusammen mit Architekt Dirk Lücke in dem einst landwirtschaftlich genutzten Gebäude Rampen aus Beton und Holz installiert, einen Aufenthaltsraum gestaltet und den laut Lücke einzigen Indoor-Rollsport-Spot im Kreis Höxter geschaffen. Eigentlich ein tolles Projekt. Einziger Haken an der Sache: Die Scheune gehört der Stadt, und die wusste nach eigenen Angaben nichts von dem neuen Jugendtreff, hatte erst durch einen Zeitungsbericht davon erfahren.

Ansich sei das Projekt ja cool, zollt Bürgermeister Nicolas Aisch den jungen Leuten Respekt. Aber bitte nicht so. Nichts sei mit der Stadtverwaltung abgesprochen, kritisiert der Rathauschef. Was Dirk Lücke dementiert. Aisch bemängelt neben der mangelnden Kommunikation fehlende Brandschutzmaßnahmen und andere Sicherheitsvorkehrungen.

„Es gibt Spielregeln“, sagt Aisch. Baugenehmigungsbehörde sei der Kreis Höxter. Ein Bauantrag auf Umnutzung liege nicht vor.

 

"Momente gegen das Licht" von Noah Gievers

Landrat Michael Stickeln (rechts) und Fotograf Noah Gievers bei der Vernissage vor einem Bild vom Desenberg. Foto: Kreis Höxter
Landrat Michael Stickeln (rechts) und Fotograf Noah Gievers bei der Vernissage vor einem Bild vom Desenberg. Foto: Kreis Höxter

Noah Gievers, Hobbyfotograf und Technischer Sachbearbeiter in der Abteilung Naturschutz und Landschaftsplanung der Kreisverwaltung, hat das Kulturland fotografisch gekonnt in Szene gesetzt. Landrat Michael Stickeln eröffnet im Kreishaus Gievers‘ erste Ausstellung unter dem Thema „Momente gegen das Licht“. 32 großformatige Bilder zeigen eindrucksvolle Motive aus der Region zwischen Diemel, Börde, Egge und Weser. „Sie spiegeln die Leidenschaft, Kreativität und Professionalität des jungen Künstlers eindrucksvoll wider“, sagt Stickeln bei der Vernissage.

 

Die Zahl der Flüchtlinge geht deutlich zurück. Mitte Dezember sind lediglich 109 der 180 Plätze in der Orgelstadt belegt.

 

Nach Bewilligung der Zuschüsse soll der Bau des zweiten Jahrgangshauses für die Grundschule im nächsten Frühjahr starten. Regierungspräsidentin Anna Katharina Bölling überbringt Bürgermeister Nicolas Aisch den Zuwendungsbescheid. Allerdings drohen die Kosten – wie bei so vielen öffentlichen Bauvorhaben – aus dem Ruder zu laufen. Hatte die Stadt ursprünglich mit 2,5 Millionen kalkuliert, ist man inzwischen bereits bei 3,7 Millionen Euro. Davon muss die Orgelstadt 1,9 Millionen Euro selbst aufbringen. Schon das 2023 fertiggestellte Jahrgangshaus I hatte mit 2,8 Millionen Euro rund eine Million mehr gekostet als geplant. Bis zum Jahr 2030 sollen im Rahmen der pädagogischen Neuaufstellung als „Zukunftsprogramm für Grundschüler“ in Borgentreich vier Jahrgangshäuser entstehen.

 

Statistik

 

 Namen & Nachrichten

 

Trauer um Borgentreichs ersten Stadtdirektor Karl-Heinz Hutzler

Karl-Heinz Hutzler im Sommer 2023 vor seinem Bild in der "Ahnengalerie" im Rathaus. Foto: Hubertus Hartmann
Karl-Heinz Hutzler im Sommer 2023 vor seinem Bild in der "Ahnengalerie" im Rathaus. Foto: Hubertus Hartmann

Er ist der erste Verwaltungschef des „neuen“ Borgentreich nach der Kommunalen Neugliederung 1975. Eineinhalb Jahre nach seinem letzten Besuch an der alten Wirkungsstätte ist Karl-Heinz Hutzler tot. Der gebürtige Rheinländer stirbt im Alter von 86 Jahren in Viersen.

„Messen Sie mich nicht an meinen Worten, sondern an meinen Werken“, fordert der 33-jährige Hutzler selbstbewusst Bürger und Politiker bei seiner Amtseinführung zu Beginn des Jahres 1976 auf. Als sich Hutzler Ende 1979 verabschiedet, bescheinigt ihm der damalige Oberkreisdirektor Paul Sellmann: „Er hat in den vier Jahren, die er hier war, die Arbeit für zwei Legislaturperioden geleistet.“ Hutzler gilt als Initiator des Orgelmuseums, der Stadtkernsanierung und der Trinkwasserkooperation mit Trendelburg.

„Karl-Heinz Hutzler war ein Mensch, der seine Aufgaben mit Umsichtigkeit, Zielstrebigkeit und Gewissenhaftigkeit erfüllt hat. Er war all die Jahre seines Tuns der Motor der Verwaltung und hat so zur positiven Entwicklung der Orgelstadt Borgentreich beigetragen“, würdigt die Stadt ihren Ex-Chef in einem Nachruf.

Ehrenamtspreis für den langjährigen Jugendfeuerwehrwart Christoph Tappe

Christoph Tappe (rechts) wird von Bürgermeister Nicolas Aisch mit dem Ehrenamtspreis der Stadt Borgentreich ausgezeichnet. Der Brandinspektor des Löschzugs Borgentreich hat sich 33 Jahre lang als Jugendfeuerwehrwart engagiert und sein Amt vergangenes Jahr an Frank Peine aus Großeneder übergeben. In Anerkennung seiner Verdienste wurde Tappe bereits zum ersten Ehrenjugendfeuerwehrwart im Kreis Höxter ernannt.

 

Pastor Werner Lütkefend in den Ruhestand verabschiedet

Standing Ovationes für den scheidenden Pfarrer Werner Lütkefend in der Schützenhalle. Foto: Noah Gievers
Standing Ovationes für den scheidenden Pfarrer Werner Lütkefend in der Schützenhalle. Foto: Noah Gievers

Mehr als 25 Jahre hat Werner Lütkefend in Borgentreich und umliegenden Pfarrgemeinden segensreich gewirkt und Spuren hinterlassen. Mit dem Erreichen des Ruhestandsalters geht der 70-Jährige Ende Februar in Pension. Mit einer feierlichen Heiligen Messe in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist mit 30 Fahnenabordnungen, anschließendem Festzug zur Schützenhalle und einem fröhlichen Festakt mit 700 Gästen bereitet die Gemeinde dem beliebten Geistlichen einen stimmungsvollen Abschied. 86 Torten und Kuchen füllen das riesige Kaffeebuffet, verschiedene Redner beider Konfessionen, aus Vereinen, Verbänden und Politik finden herzliche Worte für den scheidenden Gottesmann. Als Überraschungsgast haben Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat den Diakon und bekannten Büttenredner Willibert Pauels in die Orgelstadt geholt. Werner Lütkefend will seinen Ruhestand im sauerländischen Neheim-Hüsten verbringen.

Anlässlich des Libori-Festes ernennt ihn der Paderborner Erzbischof Udo Markus Bentz zum Geistlichen Rat ad honores.

 

 (Ausführliches Porträt Lütkefends unter dem Menüpunkt "Aktuelles")

Schiedsmann und Feuerwehrchef werden in ihren Ämtern bestätigt

Für weitere fünf Amtsjahre bestätigt der Rat den Polizeibeamten Klaus-Georg Arendes (Bild) aus Rösebeck als Schiedsmann. Zum neuen Stellvertreter wird Christian Reddemann aus Borgentreich ernannt. Er tritt die Nachfolge von Klaus Jürgens an.

Die Feuerwehrspitze der Orgelstadt bleibt für weitere sechs Jahre bis Ende 2031 im Amt. Der Rat bestätigt Brandispektor Sebastian Göke (Bild) als Stadtbrandmeister sowie Elmar Nolte und Udo Hillebrand als Stellvertreter.


Dreierteam aus der Börde steht weiter an der Spitze des Kreises Höxter

Konstanz an der Spitze des Kreises Höxter. Neben dem direkt gewählten Landrat Michael Stickeln (CDU / rechts)  fungieren weiterhin Werner Dürdoth (CDU / links) aus Borgentreich und Lena Volmert (SPD) aus Warburg als dessen Stellvertreter. Das Dreierteam aus dem Südkreis – Stickeln ist gebürtiger Dösseler – ist in dieser Besetzung bereits seit der Kommunalwahl 2020 im Amt. Foto: Neue Westfälische

 

Gottesmann als Vorkoster für das Borgentreicher Backbuch

 Die besten Borgentreicher Kuchen- und Tortenrezepte – Lydia Striewe hat sie gesammelt und im "Borgentreicher Backbuch" zusammengestellt. Zum Abschied von Pfarrer Werner Lütkefend hatte es ein riesiges Kuchenbuffet für den bekennenden Kuchenfreund und Gottesmann gegeben. Lydia Striewe hat sich von vielen Bäckerinnen und Bäckern die Rezepte geben lassen, deren Kreationen im Bild festgehalten und bringt die Sammlung jetzt als Buch heraus.

 

Exoskelett hilft Mika und seiner Mama Natalia

Der 14-jährige Mika Friesen ist mit einer Hirnfehlbildung zur Welt gekommen, schwer behindert und auf den Rollstuhl angewiesen. Die Pflege ihres inzwischen 1,80 Meter großen Sohnes bringt seine Mutter Natalia körperlich an ihre Grenzen. Ein Exoskelett schafft jetzt Abhilfe. Weil die Krankenkasse die Kosten für dieses nützliche Hilfsmittel nicht übernimmt, initiieren Freunde der Familie eine Spendenaktion. In weniger als eine Woche kommt die erforderliche Summe von 5.000 Euro zusammen. 160 Spenderinnen und Spender sorgen dafür, dass Natalia Friesen und ihr Mann Wladimir ihren Mika nun leichter pflegen können.

 

Orgelstadt verleiht Heimat- und Ehrenamtspreise an verdiente Bürger

Bürgermeister Aisch zeichnet Maria Kösters und Georg Striewe aus Borgentreich sowie Otto von Detten (von links) aus Borgholz mit Ehrenamtspreisen aus.
Bürgermeister Aisch zeichnet Maria Kösters und Georg Striewe aus Borgentreich sowie Otto von Detten (von links) aus Borgholz mit Ehrenamtspreisen aus.

Der mit 2.500 Euro dotierte erste Heimatpreis der Orgelstadt geht in diesem Jahr an den Musikverein Borgentreich. In Eigenleistung haben die Musiker ihr Vereinshaus mit Proberaum grundlegend modernisiert. Mehr als 60 Kinder und Jugendliche bekommen in dem Musikhaus Instrumentalunterricht. „Mit seinem herausragenden Engagement sichert der Musikverein nicht nur seine eigene Zukunft, sondern auch die Brauchtumspflege in unserer Stadt,“ erklärt Bürgermeister Nicolas Aisch bei der Preisverleihung. Der 1910 gegründete Verein hat 132 aktive und 109 fördernde Mitglieder. Allein das Stammorchester umfasst 60 Musikerinnen und Musiker.

Ehrenamtspreise erhalten Maria Kösters und Georg Striewe.

Für Maria Kösters sei ihr Engagement für Borgentreich immer eine stille Selbstverständlichkeit gewesen, betont Bürgermeister Aisch. Stets mit einem Lächeln habe Maria Kösters mit ihrer Energie und ihrem Ideenreichtum unter anderem die Landfrauen auf Stadt- und Kreisebene geprägt. Maria Kösters sei auch oft der Motor im Hintergrund gewesen, ihre Leistung verdiene höchsten Respekt und Anerkennung, führt Aisch weiter aus.

„Georg Striewe ist ein Mensch mit ausgeprägtem Teamgeist, Fairness und Humor“, so der Bürgermeister in seiner Laudatio. Er hebt Striewes vielseitiges Engagement im VfR Borgentreich, beim „Lustigen Bördetheater“, im Fischereiverein, Kirchenvorstand und Schützenverein hervor. Für Georg Striewe sei Gemeinschaft nicht nur eine Floskel. Er selbst sei ein Ankerpunkt in der Borgentreicher Gemeinschaft. So sei Striewe unter anderem auch Gründungsmitglied des „Karnevals der Vereine“, des Freundschaftsvereins Rue und des Orgelfördervereins.

Beim Heimatpreis holt der Musikverein Borgentreich mit Heinrich Gabriel, Stefan Müller und Monika Riepen (von links) den ersten Platz. Hedwig Jakubeit und Bernhard Redeker (Dorf-Zukunft-Team Körbecke) landen auf dem dritten Platz. Der zweite Platz geht an Jana Micus und Olivia Capell (Jugendraum in Borgholz). Bürgermeister Nicolas Aisch gratuliert den Siegerinnen und Siegern. Fotos: Orgelstadt Borgentreich